Baukindergeld

Das Baukindergeld ist eine staat­li­che För­de­rung für Fa­mi­li­en mit Kin­dern und Al­lein­er­zie­hen­de, die sich ei­ne Neu­bau- oder Be­stands­im­mo­bi­lie zum Selbst­be­zug ge­kauft ha­ben.

Zeitliche Befristung der Förderung

Gefördert werden Antragsteller, die für ih­re selbst ge­nutz­te Wohn­im­mo­bi­lie zwi­schen dem 01.01.2018 und dem 31.03.2021 den no­ta­ri­el­len Kauf­ver­trag un­ter­schrie­ben ha­ben oder - wenn sie selbst bau­en - die Bau­ge­neh­mi­gung er­hal­ten ha­ben bzw. (bei ge­neh­mi­gungs­frei­en Bau­vor­ha­ben) die Bau­an­zei­ge ge­stellt ha­ben.

Höhe der Förderung

Pro Kind und Jahr bekommen Fa­mi­li­en und Al­lein­er­zie­hen­de 1.200 Eu­ro Zu­schuss. Das Bau­kin­der­geld wird ma­xi­mal zehn Jah­re lang ge­zahlt, so dass die För­de­rung bei ei­nem Kind ins­ge­samt ma­xi­mal 12.000 Eu­ro, bei zwei Kin­dern ins­ge­samt ma­xi­mal 24.000 Eu­ro, bei drei Kin­dern ins­ge­samt ma­xi­mal 36.000 Eu­ro, usw. be­trägt.
Das erhaltene Baukinder­geld ist kein zins­lo­ses Dar­le­hen, son­dern ein Zu­schuss und muss da­her zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt, bei­spiels­wei­se bei ei­nem Ver­kauf der ge­för­der­ten Im­mo­bi­lie, nicht zu­rück­ge­zahlt wer­den.

Voraussetzungen für die Gewährung der För­de­rung

Das zu versteuernde Haushalts­ein­kom­men darf bei ei­nem Kind ma­xi­mal 90.000 Eu­ro be­tra­gen. Pro wei­te­rem Kind gibt es ei­nen Frei­be­trag von 15.000 Eu­ro. Bei Fa­mi­li­en mit zwei Kin­dern darf das zu ver­steu­ern­de Haus­halts­ein­kom­men folg­lich 105.000 Eu­ro, bei Fa­mi­li­en mit drei Kin­dern 120.000 Eu­ro, usw. be­tra­gen.

Zum Zeitpunkt der Antrag­stel­lung muss min­des­tens ein Kind un­ter 18 Jah­ren im Haus­halt le­ben, für das ein An­spruch auf Kin­der­geld be­steht.

Antragsteller erhalten auch für ein Kind, das am Tag nach der An­trag­stel­lung 18 Jah­re alt wird, das vol­le Bau­kin­der­geld. Sie er­hal­ten je­doch kein Bau­kin­der­geld für Kin­der, die nach der An­trag­stel­lung ge­bo­ren wer­den.

Die Immobilie muss von den An­trag­stel­lern selbst be­zo­gen wer­den. Sie darf al­so nicht ver­mie­tet wer­den.

Die Antragsteller besitzen keine wei­te­ren (selbst ge­nutz­ten oder ver­mie­te­ten) Wohn­im­mo­bi­li­en zur Dau­er­nut­zung in Deutsch­land. Das Ei­gen­tum an Wohn­im­mo­bi­li­en im Aus­land oder an Fe­ri­en­im­mo­bi­li­en im In­land ist hin­ge­gen kein Hin­der­nis für ei­ne För­de­rung.

Das Baukindergeld wird nur so lan­ge aus­ge­zahlt, wie die An­trag­stel­ler auch tat­säch­lich in der Im­mo­bi­lie woh­nen. Zie­hen sie aus bzw. ver­mie­ten oder ver­kau­fen sie ihr ge­för­der­tes Haus oder ih­re ge­för­der­te Woh­nung, dann wird die jähr­li­che Aus­zah­lung des Bau­kin­der­gelds ein­ge­stellt. Die För­de­rung läuft al­so nach Ge­wäh­rung nicht zwin­gend über die ge­sam­ten zehn Jah­re hin­weg.

Beantragung der Förderung

Das Baukindergeld muss durch den Ei­gen­tü­mer (bzw. Mit­ei­gen­tü­mer) nach Ein­zug in das selbst ge­nutz­te Wohn­ei­gen­tum on­line im KfW-Zu­schuss­por­tal be­an­tragt wer­den. Der An­trag muss spä­tes­tens sechs Mo­na­te nach dem Ein­zug ge­stellt wer­den.



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